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12.04.2019

Auch wenn schon so oft bewiesen wurde, wie viel Schüler wirklich behalten: Da fällt der Durchschnitt schon mal von 2+ auf 6. (Quelle: "What School Could Be"; Lawrenceville Experiment)

Es ist traurig, im Lehrplan ist von "nachhaltigem Lernen" die Rede, aber das hat nichts mit dem aktuellen Stand des Schulsystems zu tun.

22.02.2019

“Auswendig lernen, Hausaufgaben und Noten sind uns sehr wichtig, nützen aber nichts.
Trotzdem macht die Schule unbeirrt weiter. Ich wünschte mir von einer kindgerechten Schule, dass sie die enorme Vielfalt unter den Schülern endlich akzeptiert und die Kinder dort abholt, wo sie entwicklungsmäßig stehen.” Dr. Remo Largo, Autor & schweizer Kinderarzt)

15.02.2019

“Gebäudekindheit” macht Kinder krank

Ein weiterer Faktor, der die Entwicklung von Kindern heute beeinträchtigt ist das, was Michael Hüter als “Gebäudekindheit” bezeichnet. Damit ist gemeint, dass Kinder immer weniger Zeit im Freien verbringen.

“Die Kurzsichtigkeit nimmt weltweit rasend schnell zu – und das liegt daran, dass die Kinder kaum noch im Tageslicht sind”, sagte der Kindheitsforscher.

“Unser evolutionäres Programm ist nicht darauf ausgelegt, dass Kinder vom ersten bis zum 18. Lebensjahr 70 Stunden pro Woche in Gebäuden verbringen. Da muss man doch nur einmal den gesunden Menschenverstand walten lassen, um zu erkennen, dass dabei keine gesunden Menschen herauskommen können”, sagte er.

Seinen Nachforschungen zufolge waren 1990 noch drei Viertel der Kinder nach der Schule draußen in der Natur. Vor ein paar Jahren waren es nur noch ein Viertel der Kinder, heute seien es vermutlich noch weniger.

06. Dezember 2018

„Bildung ist nicht das Füllen eines Eimers, sondern das Entfachen eines Feuers.“
(William Butler Yeats)

21. November 2018

https://www.abendblatt.de/vermischtes/article215843297/Lieber-Strafe-als-Schule-Der-einmalige-Fall-Marie-Helen.html

16. November 2018

https://www.openpetition.de/petition/online/nach-tod-eines-maedchens-kein-jugendarrest-fuer-schulverweigerer?fbclid=IwAR1LLx1qm4MZblQ4CtIqoQJSASHFD9mMq3w-QprUkwKsdWY1VPzfF3zpQqo

05. Oktober 2018

Der Anlass für den Bildungstag mit dem Titel „Schulpflicht - Schulzwang - Recht auf Bildung!“ am 28./ 29.09.2018 im Hamburger Rathaus war, dass die Schule für eine zunehmende Zahl von jungen Menschen nicht (mehr) der richtige Ort ist, um sich bilden zu können. Mehr noch, sie werden krank und/ oder verweigern sich der Schule. Für die betroffenen Familien ein Dilemma.

Die Gründe dafür sind vielfältig:

Für die einen ist es ein „zu Viel“. Es ist ihnen z.B. zu laut. Sie können schlichtweg den Lärm nicht ertragen. Für andere sind es zu viele (junge) Menschen, die sich auf engem Raum aufhalten müssen, zusammen lernen und arbeiten sollen.

Auch nicht jeder Erwachsene arbeitet gerne im Großraumbüro. Geschweige denn, dass er oder sie es ertragen kann. Von den jungen Menschen allerdings wird verlangt in Klassenräumen mit 25, 30, oder in Waldorfschulen, sogar bis zu 38(!) Mitschülern- und Mitschülerinnen unterrichtet zu werden, lernen und arbeiten zu müssen und das im Alter von 6 bis 18 Jahren, also 12 bis 13 (Lebens-) Jahre verpflichtend. Und wer das (schon in jungen Jahren) nicht erträgt, weil er / sie möglicherweise sogar hochsensibel ist, davon krank wird oder sich verweigert, wird dazu gezwungen.

Auf der anderen Seite gibt es junge Menschen, für die es ein "zu Wenig" ist. Das sind meist junge Menschen mit - für die schulrelevanten Bereiche getesteten - Hochbegabungen. Diese Schüler und Schülerinnen wollen oft tiefer in eine Thematik einsteigen oder wollen mehr Materialien, die sie in der Schule nicht geboten bekommen.

Ein anderer Fall ist der von einem Mädchen, das eine Teil-Hochbegabung im Bereich ihres „Arbeitsspeichers“ ausgewiesen bekam. Dieses Mädchen hat in Mathematik die Aufgaben sehr schnell verstanden. Da aber auf dem Gymnasium verlangt wurde, Arbeitszettel um Arbeitszettel mit kleinstgedruckten Aufgaben auszufüllen, die immer wieder das selbe Rechenprinzip erforderten, verschwammen bei dieser Schülerin irgendwann die Aufgaben vor den Augen. In den Klassenarbeiten hatte sie Blackouts und schrieb Fünfen, obwohl sie die Aufgaben eigentlich mit Leichtigkeit lösen konnte. Als die Eltern diese Problematik im Lernentwicklungsgespräch (LEG) thematisierten und darum baten, ob ihre Tochter nicht weniger von den redundanten Aufgaben zum Lösen bekommen könne, sagte der Lehrer: „Wir machen hier keine Inklusion!“

Dieses Mädchen hatte nicht lange danach einen „Burnout“ und mußte das Gymnasium verlassen. Die Eltern erkundigten sich nach anderen Möglichkeiten, um ihre Tochter in dieser Phase zu beschulen. Es gab keine Unterstützung von Seiten der Behörde, außer die Tochter in eine Kinder- und Jugendpsychiatrie zu geben, durch die dann eine Wiedereingliederung ins Schulsystem erfolgen sollte. Da die Eltern aber sagten, ihre Tochter wäre ja nicht psychisch krank, sondern brauche nur eine andere Art zu Lernen, gab es für die Familie von Seiten der Schulbehörde keine Unterstützung. So entschied sich die Familie für den Weg ins Ausland.

Denn: In Deutschland ist ein nicht Wahrnehmen des Angebots der Institution Schule, bzw. ein sich Bilden auf anderen Wegen, beispielsweise "frei" oder mit einer anderen Beschulungsart (z.B. über eine der wenigen anerkannten Fernschulen) gar nicht, oder nur dann möglich, wenn eine schwere Krankheit bescheinigt durch Atteste, oder eine psychische Störung vorliegt. Ansonsten wird das Fernbleiben, von der vom Staat vorgegebenen und einzig erlaubten Art, wie und wo ein junger Mensch Wissen zu erwerben hat, mit der Verhängung von Bußgeldern und Zwangsgeldern, sowie im schlimmsten Fall mit dem Herausnehmen der jungen Menschen aus ihren Familien und einer Unterbringung in staatlicher Obhut geahndet.

Warum gibt es in der heutigen Zeit und in unserem modernen Deutschland keine anderen Möglichkeiten? Dabei brauchen wir nur über die (europäischen) Grenzen zu schauen, in Länder wie Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, Schweiz… um nur einige zu nennen. Dort funktioniert es ja auch. Warum sollte es ausgerechnet in Deutschland nicht funktionieren!?!

Laut Anwalt Jost von Wistinghausen, besteht eine Angst davor, dass niemand mehr die Institution Schule besuchen würde, wenn die Schulpflicht bzw. der Schulzwang gelockert werden würde. Schulen müßten sich ganz neu aufstellen und sich um ihre Schüler und Schülerinnen bemühen.

Eine andere Mutmaßung ist, dass Angst vor einer Entstehung von Parallelgesellschaften besteht. Diejenigen, die Schulen besuchen und diejenigen, die sich anders, frei und selbstverantwortlich, bilden.

Allerdings schafft die Institution Schule bereits Parallelgesellschaften: Junge Menschen, die tagtäglich während ihrer gesamten Jugend, in Gruppen von Gleichaltrigen verbringen, sind bereits Parallelgesellschaften! Eine wirkliche Sozialisation kann in solchen künstlichen Gruppen nicht erworben werden! Fast jeder, mit dem ich arbeite, erzählt nach kurzer Zeit, dass er oder sie schlechte Erfahrungen mit anderen Menschen (Mitschülern wie Lehrern) während der Schulzeit machen musste. Dazu zählen Mobbing, ungerechte Behandlungen, Ängste etc.. Viele sind nachhaltig so davon geprägt, dass es ihnen als Erwachsene schwer fällt mit anderen Menschen gesunde Bindungen einzugehen.

Schule ist und kann nicht für jeden der richtige Ort sein, denn wir sind alle individuell. Wir leben auch nicht mehr wie vor 301 Jahren als die Schulpflicht eingeführt wurde, als nur der Pfarrer und der Lehrer Lesen und Schreiben konnten. Wir leben heute im 21. Jahrhundert, in einer alphabetisierten, digitalisierten und technisierten Gesellschaft. Unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Hirnfunktionen und das Lernen sind heute fundiert, werden aber im Bildungssystem überhaupt nicht berücksichtigt.

Auf dieser Basis brauchen wir dringend eine Veränderung! Wenn diese, neben Schulen, neue Bildungslandschaften sowie individuelle Bildungsmöglichkeiten zu Hause und anderswo erlaubt und bietet, wäre dies ein Weg in eine neue, moderne, wirklich bildungsfreundliche und zukunftsträchtige Gesellschaft.

24.August 2018

„Sag es mir und ich werde es vergessen.
Zeige es mir und ich werde mich vielleicht nicht daran erinnern.
Beziehe mich mit ein und ich werde es verstehen.“

17.August 2018

Stephen W. Porges, Leiter der Traumata Stress Research Initiative im Kinsey Institute und Professor der Psychiatrie, hat in den letzten 50 Jahren tiefgründige und nützliche Erkenntnisse und Beiträge zum Verständnis unseres Nervensystems geleistet. Im Folgenden ein Ausschnitt aus einem Interview mit Ihm:

*"Die Erziehung verabschiedet sich allmählich von der Face-to-Face-Interaktion. In Schulen gibt man Kindern heute schon im Vor- und Grundschulalter iPads in die Hand. Ich habe mir kürzlich eine Fernsehsendung über eine Schule angeschaut, deren Lehrkörper sehr stolz darauf war, dass alle Schüler der ersten Klasse iPads zur Verfügung hatten. Während die Kamera durch das Klassenzimmer schweifte, schauten die Kinder auf ihre iPads; einander schauten sie kaum noch an.

Was bedeutet dies für unsere Thematik? Dass das Nervensystem dieser Kinder die für soziales Verhalten zuständigen neuroyalen Schaltkreise nicht trainieren kann. Und ohne ein solches Training erlangen diese neuronalen Schaltkreise nicht die Stärke und Resilienz, die sie für die Regulation im Beisein anderer brauchen.

Wichtig sind in diesem Zusammenhang auch die aktuellen Entwicklungen im Schulsystem. Aufgrund des Drucks, dem wir in unserer […] Welt ausgesetzt sind, versuchen wir, alle Menschen in unserer Umgebung mit immer mehr Informationen zu füttern und so gleichsam „zwangsernähren“. Dabei übersehen wir, dass unser Nervensystem nur dann kühne Ideen, Kreativität und positives soziales Verhalten entwickeln kann, wenn es sich in einem vom […] Vagus (= größter Nerv des Parasympathikus und an der Regulation der Tätigkeit fast aller inneren Organe beteiligt) regulierten […] Zustand befindet.

Statt in Schulen das Musizieren, Spiel und Teamsportarten zu fördern und Pausen Raum zu geben, um das System für soziales Engagement anzuregen, lassen wir die Schüler immer länger im Klassenraum sitzen und begründen die Einschränkung der „weichen Fächer“ und entsprechender anderer Aspekte des Schullebens mit dem Einwand, alle diese Dinge würden vom eigentlich wichtigen Lehrstoff ablenken."*

[Aus: Die Polyvagal-Theorie und die Suche nach Sicherheit]

06. Juli 2018

Wer jungen Menschen etwas Gutes tun möchte, sollte bei sich selbst anfangen…

„Eure Kinder sind nicht eure Kinder. […] Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.“ (Khalil Gibran)

Kinder ahmen uns nach, doch nicht immer ist uns bewußt, wie machtvoll und wegweisend unser Verhalten als (unbewußtes) Vorbild für die jungen Menschen in unserer Umgebung ist. Eine sinnvolle Alternative hierzu wäre, sich des eignen aktuellen Verhaltens, der eigenen Werte und der situativen Zufriedenheit zu vergewissern und dieses bzw. diese ggf. zu überdenken.
Ich möchte Sie neugierig machen auf unsere Möglichkeiten, das Leben unserer Kinder ausgeglichener zu gestalten, indem wir unser Leben ausgeglichener gestalten.

29. Juni 2018

Das Mädchen mit den vielen Spiegeln im Kopf
(von Synnøve Borge)

Amelie hat Spiegel im Kopf.

Viele kleine Spiegel.

Im Kopf.

Sie sind nicht zu sehen.

Niemand weiß von ihnen.

Nicht einmal Amelie.

Auch Amelies Mama und Papa nicht.

Auch Amelies Freunde nicht.

Aber sie wirken.

Die Spiegel wirken in einem fort.

Sodass Amelie es im Bauch spüren kann.

Sie weiß, wenn die Freunde traurig sind.

Sie weiß, was sie wieder fröhlich macht.

Sie macht sie gerne fröhlich.

Sie bringt die Freunde gerne zum Lachen.

Das kann sie sehr gut.

Und sie kann sich in alles verwandeln.

Wenn jemand sagt, sie gleiche einem Pferd,…

... dann ist sie plötzlich ein Pferd.

Wenn jemand sagt, sie sei dumm und nicht zu retten,…

... spürt sie plötzlich,…

... dass sie absolut dumm ist…

... und absolut nicht zu retten.

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Kann Amelie denn alles sein?

Nein, eins vermag sie nicht zu sein.

Sie vermag es nicht, sie selbst zu sein.

22. Juni 2018

Dieses Gedicht von Synnøve Borge über ein hochsensibles Mädchen, möchte ich mit Ihnen und euch teilen, da es mich an ein Gespräch mit einer Familie erinnert hat, deren Vater über seinen 10-jährigen Sohn sagte: „Er ist ganz oft nicht er selbst. So ist er doch gar nicht!“ Und die Mutter meinte: „Es ist, als ob er nicht in seiner Mitte wäre.“

Als junger vielwahrnehmender, oder hochsensibler Mensch ist man sich noch nicht bewusst, dass man die Gefühle und Stimmungen der anderen, die einen umgeben, absorbiert. Das ist der Grund, warum diese Kinder z.B. plötzlich traurig oder wütend werden können, obwohl sie selbst gar keinen Anlass dazu haben. Oder sie spüren und reagieren auf den Zeitdruck der Erwachsenen - meist wie wir es als Erwachsene in einer solchen Situation nicht für angemessen halten.

Sie verhalten sich wie Chamäleons, die sich farblich ihrer Umgebung anpassen.

Wichtig für die Familien und für Begleiter dieser jungen Menschen ist daher, bewusst die eigenen Gefühle anzuschauen und zu sortieren. Dafür ist es notwendig ein eigenes, gemächlicheres Tempo und die eigene Ruhe zu pflegen. Als Erwachsene genau zu schauen, wo für uns - und damit für die uns anvertrauten jungen Menschen - die Gefühle, der Stress und das Tempo der anderen den Ton angeben und uns mit hineinziehen. Das bedarf Mut und das Übernehmen von Verantwortung für uns - und unsere Kinder!

Besonders wenn wir als Eltern oder Begleiter ebenfalls hochsensibel oder vielwahrnehmend sind, dürfen wir lernen zu verstehen, dass wir nicht all die Gefühle sind, die wir in uns aufnehmen. Wir können sie aber wie Verkehrszeichen sehen, die angeben wie schnell wir fahren und worauf wir achten können. Auch dafür braucht es Ruhephasen, in denen wir die eigenen Gefühle und unsere wahren Bedürfnisse sortieren und die der anderen gehen lassen können.

Ich weiß, dass das oft nicht einfach ist in der heutigen Zeit und gleichzeitig kenne ich Familien, bei denen es funktioniert. Denn erst an unserem bewussten, verantwortungsvollen Handeln als Erwachsene, können sich die jungen Menschen so orientieren, dass sie frühzeitig lernen wie sie echte Verantwortung für ihre eigenen Gefühle und für sich selbst übernehmen können.

15. Juni 2018

Wichtig für Pädagogen und ihre Bedürfnisse:

Wer sich selbst ernst nimmt und mag, kann auch andere ernst nehmen und mögen.

Wer seine eigenen Bedürfnisse kennt und befriedigt, kann das auch anderen zugestehen.

Wer selbst neugierig ist und neue Erfahrungen genießt, „erlaubt“ gern Kindern außergewöhnliche Erfahrungen.

Junge Menschen gut zu versorgen, heißt auch: gut für sich zu sorgen!

Kinder haben ein Gefühl für atmosphärische Zwischentöne.
Soziales Lernen wird stark davon beeinflusst, wie die Erwachsenen mit sich selbst und miteinander umgehen!

08. Juni 2018

Können Sie/ kannst du das noch lesen?

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Na, hat es funktioniert?
Wozu machen wir uns dann eigentlich so viele Sorgen, wenn (junge) Menschen Schwierigkeiten mit der deutschen Rechtschreibung haben, wenn unsere Gehirne so viel darüber hinaus leisten können?

01.Juni 2018

„Selbst am Wochenende kommen wir nicht zur Ruhe, denn die nächsten Tests und Schularbeiten stehen vor der Tür. Alles dreht sich nur noch um die Schule. Wir alle versuchen zu funktionieren, aber die Tage sind einfach zu dicht. Die Lehrer sind unzufrieden und rufen mich an.
Die Kinder sind angeblich zu verspielt und verträumt. Hausübungen fehlen! Gefährdung unterschreiben...
Ich versuche mein Bestes, aber mein Bestes reicht anscheinend nicht. Wie denn auch, die Zeit ist viel zu knapp. Die Kinder stehen unter Druck, sogar unsere Jüngste möchte plötzlich nicht mehr in den Kindergarten. Ich sehne mich nach Veränderung...“ (Mutter; Lernen ist wie Atmen)

25. Mai 2018

Deutsche Schüler werden, wie uns gesagt wird, immer „schlechter“ vor allem in Deutsch und Mathe, trotz längerer Schulzeiten! Nach dem Motto viel hilft viel, müssen sie noch länger in der Schule sitzen und sich dann noch zu Hause den Stoff „einpauken“, den sie danach größtenteils wieder vergessen. Kürzlich hörte ich einen Beitrag im Deutschlandfunk, in dem junge Menschen, die ein halbes Jahr zuvor ihr Abitur mit gut und sehr gut bestanden hatten, auf ihre (Allgemein-)Bildung hin getestet wurden. Diese jungen Menschen reagierten plötzlich hilflos. Sie waren u.a. nicht einmal (mehr) in der Lage einfachste Teilungs- und Dreisatz-Aufgaben zu lösen und wussten die Namen der letzten deutschen Bundeskanzler nicht. Denn: Für den Menschen „nutzloses“, auswendig gelerntes Wissen, ist nach kurzer Zeit nicht mehr abrufbar und wird schnell wieder vergessen!

Des Weiteren: In dieser sich sehr rasant verändernden, digitalen und technologischen Zeit, in der wir leben, brauchen wir einen Nachwuchs, der in der Lage ist, eigenständig sowie kreativ Aufgaben und Probleme zu lösen. In der Schule werden diese Fähigkeiten heute nachweislich nicht gefördert. Im Gegenteil. Der Geist der jungen Menschen wird mit vorgegebenen Themen während ihnen vorgegebener Zeiten beschäftigt! Dadurch wird, was eigentlich die logische Folge und bereits wissenschaftlich nachgewiesen ist, das Potential der Kreativität in den jungen Menschen abgetötet. Hirnforscher (in Deutschland u.a. Prof. G. Hüther und Prof. M. Spitzer) und weitere internationale Wissenschaftler wissen und belegen das bereits.

Es ist daher an der Zeit neue Bildungslandschaften zu schaffen, in denen junge Menschen Möglichkeiten und Unterstützung geboten bekommen, um ihre eigenen ihnen innewohnenden Talente und Fähigkeiten, sowie ihre eigene Weisheit zu entfalten und in unsere Welt einzubringen.

30. Januar 2018

http://www.taz.de/!5475654

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Presseartikel ACHT

ACHT, Nov. 2016